Pro Märchenland --- Wahlsburger Bürger informieren

Salzeinleitung in die Weser

Was soll das?

Zwischen den Orten Oberweser-Gieselwerder und Wahlsburg-Lippoldsberg plant die K+S KALI GmbH (volkstümlich Kali + Salz) die Einleitung von jährlich bis zu 7,5 Millionen Kubikmetern salzhaltiger Industrieabwässer in die Weser.

Diese Industrieabwässer sollen mittels einer über 130 km langen Rohrleitung von den Produktionsstandorten an Werra und Fulda hierher transportiert und dann „umweltgerecht entsorgt“ werden. Diese „umweltgerechte Entsorgung“ erfolgt durch die Einleitung Abwässer in die Weser.

Für uns Menschen hier ist nicht erkennbar, welchen Sinn es haben soll, salzhaltige Industrieabwässer durch eine mehr als 130 Kilometer lange Leitung zu pumpen, um sie dann praktisch ungeklärt in einem Landschaftsschutzgebiet in die Weser einzuleiten.

Zuvor sollen je nach Pegelstand der Weser große Mengen des Abwassers in so genannten offenen Stapelbecken zwischengelagert und erst bei höheren Wasserständen eingeleitet werden. Das geplante Volumen der offenen Becken beträgt 3,5 Millionen Kubikmeter. Die K+S KALI GmbH sucht hierfür Flächen in Suchräumen mit einer Größe von jeweils mehr als 100 Fußballfeldern. Die Idee an irgendeiner Stelle salzhaltigen Industrieabwässer ungeschützt in Becken mit einem Fassungsvolumen von zusammen mehr als 7.000 (!) Schwimmbecken zwischenlagern zu wollen ist für uns vollkommen abwegig.

Was die Umsetzung der Pläne der K+S KALI GmbH für die Umwelt und alle Anrainer und die Nutzer der Weser vor allem mittel- und langfristig bedeutet, kann sich jeder selbst ausmalen. Die Umsetzung dieser Pläne muss aus unserer Sicht unbedingt verhindert werden – es gibt bessere Lösungen:

Kali + Salz hat im ersten Quartal 2013 ein operatives Ergebnis von 277,9 Mio € erzielt. Allein mit diesem Betrag sollte es möglich sein, die Produktion der Standorte an Fulda und Werra so auszustatten, dass es nicht mehr nötig ist jedes Jahr Millionen von Kubikmetern salzhaltiger und giftiger Industrieabwässer in unsere Flüsse abzuleiten.

Städte und Gemeinden müssen aus gutem Grund und ohne Rücksicht auf deren Finanzlage Millionen aufwenden um moderne Kläranlagen zu bauen und zu betreiben. Dieses für viel Geld aufbereitet Wasser (mit annähernd Trinkwasserqualität) darf dann in die Weser eingeleitet werden, dem dank der Abwässer von Kali + Salz höchst belasteten Flussökosystem in ganz Europa.

Und auch deswegen ist das Märchenland stinksauer!